Tour 2008 1. Dortmund

Touren 2008

Dortmund (17.05. – 18.05.2008)

Die Teilnehmer des ersten Tourstopps: (hinten v. l.) Wolfgang Stern (avp), Stefan Höhner (avp), Martin Fellmer (avp), Heribert Houben, Benedict Hinnah, Michaela Bott, Daniela Diepold, Jan Tonnessen, Rainer Schönbrunn, (vorn v. l.) Torsten Bittner (avp), Arno Czarnetzki, Reinhard Trümpler, Helmut Langen, Volker Lange

Anreise in regendichter Motorradkombi:

Nach den sonnig-warmen Pfingsttagen blickten die Veranstalter der German Safety Tour 2008 dem ersten Tourstopp-Wochenende am 17. und 18. Mai etwas skeptisch entgegen. Mit den angekündigten Regenwetter-Aussichten stand die vollständige Beteiligung aller 10 Gewinner des Sauerland-Tourstopps ernsthaft in Frage. Doch weit gefehlt. „Echte Motorradfans sind keine Schönwetterfahrer!“, wie Jan Tönnesen, einer der Teilnehmer, völlig durchnässt bei seiner Ankunft in Lennestadt, im schönen Hotel Laarmann, seinen Helm absetzend, äußerte. Die gute Laune aller Teilnehmer setzte sich durch und belohnte das Team mit einem sonnig-trockenen, wetteridealen Motorradwochenende.

Professionelle Anleitung und motivierte Teilnehmer

Mit den Instruktoren des avp (Institut für angewandte Verkehrspädagogik) holten sich die Initiatoren der German Safety Tour professionelle Motorradtrainer ins Boot, die es von Beginn an schafften, auch den sehr erfahrenen Motorradfahrern unter den Teilnehmern Kompetenz und Wissen zu vermitteln. Sowohl in der theoretischen Vorbereitung, die am ersten Tag bis 12.00 Uhr dauerte, als auch in der anschließenden praktischen Umsetzung auf einer Wegstrecke von ca. 160 Kilometern, quer durchs Sauerland.

Zwischenstopp mit besonderer Bodenbeschaffenheit

Die Besonderheit der German Safety Tour besteht darin, dass sie im öffentlichen Straßenverkehr stattfindet. In der Tat war das für die meisten Teilnehmer eine ganz neue Erfahrung. Viele von Ihnen, die bereits professionelle Vorkenntnisse hatten, weil sie schon Rennen gefahren sind oder bereits an Sicherheitstrainings teilgenommen haben, kannten diese Art des Trainings noch nicht. Und waren erstaunt, welche Aspekte des Motorradfahrens und vor allem des Verhaltens in der Gruppe hier, im Gegensatz zu einem Sicherheitstraining auf einem Übungsplatz, relevant werden. Dabei erfolgt während der Tour, auf ausgesuchten Flächen, immer wieder ein Zwischenbriefing und „Trockentraining“ auf Untergründen mit besonderer Bodenbeschaffenheit. Vor allem habe ich durch diese Tour mein Motorrad kennen gelernt, aber am wichtigsten war für mich, eine neue Lebenserfahrung zu machen und diese im weitern Umgang mit dem Motorrad im Straßenverkehr zu stärken und Gefahren verstärkter wahrzunehmen. Diese Lebenserfahrung in Sachen richtiges Verhalten in bestimmten Situationen, sei es durch Erfahrungsaustausch mit den anderen Teilnehmern, durch die echt super gute Idee der Filmanalyse der Kurvenfahrten (Was mir gezeigt hat, wie schnell man doch die Kurve der anderen Verkehrsteilnehmer schneiden kann. Auf dem Motorrad wird einem gar nicht so 100 %ig bewusst, wie weit man mit dem Oberkörper auf die Gegenfahrbahn gelangt.). Oder auch das richtige Bremsen auf Schotter. Für mich als Anfängerin haben diese zwei Tage sehr viel gebracht, wobei man im Gespräch mit den anderen, schon alt eingesessenen Fahrern/innen, die gleiche Rückmeldung bekam.“